Troubleshooting

Wenn ich so um Mitternacht nicht gerade am schreibseln oder häkeln bin, scrolle ich meistens durch diverse Instagram-Hashtags. So zum Beispiel #zoomigurumi. Dort sehe ich dann auch teilweise nicht ganz so schöne Amigurumi.

Deshalb will ich euch heute einige einfache Tricks zeigen, mit denen es ganz einfach ist, das perfekte Amigurumi selbstzumachen.

Viele der Dinge, die ich aufzählen werde, habe ich früher (unbewusst) selbst gemacht und bereue sie inzwischen ziemlich.

  • Nadelstärke: Mein erstes Amigurumi war ein „Zork“. Ein Alien aus Stacey Trocks Buch „Freche Freunde“. Eigentlich ganz süß. Aber so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Gehäkelt ist er nämlich mit einer 4er Häkelnadel. Das alleine wäre nicht so schlimm, aber mit 2er Wolle halt nicht so ganz optimal. Dazu kommt noch, dass Stacey allgemein nur in die hinteren Maschenglieder sticht. Da sollte man sich eben nicht wundern, wenn man die Füllwatte sieht. Troubleshoot: Amigurumis generell mit einer Nadelstärke kleiner als auf der Banderole angegeben Häkeln!
  • Stopfen: Bei Zork und noch vielen Amigurumi danach war ich mit Füllwatte einfach zu sparsam. Das Ergebnis ist irgendein lasches Wesen, dass seine Form nicht halten kann und nicht wirklich toll aussieht. Wenn man sich meinen Drachenprototypen ansieht, merkt man, dass er den Kopf hängen lässt. Warum? Weil der Hals nicht ordentlich gestopft war. Stopfproblem Nr2: Überstopfen: Das Gegenteil. So viel Füllwatte, dass sie zwischen den Maschen hervorquillt. Das ist mir ehrlich gesagt nie passiert, und wenn, dann eigentlich nur wegen der falschen Nadelstärke. Problem Nr3: Beulen: Eine Erzieherin in meiner Schule häkelt auch und stellt die Amigurumi dann in einer Vitrine aus. Um ehrlich zu sein, jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, leide ich. Die Tiere sind einfach total lieblos ausgestopft… Einmal war da eine Giraffe, absolut „beulig“ und einfach nur unförmig. Troubleshoot: Schön langsam stopfen, Watte nur in kleinen Portionen in das Teil stopfen, schön fest stopfen, Teil zwischen den Händen rollen, um zu spüren, wo noch Watte hingehört, einen Stift zu Hilfe nehmen, am Ende mit den Händen nochmal nachformen
  • Sicherheitsaugen: Am Anfang wusste ich nicht, was Sicherheitsaugen sind. Eigentlich funktionieren sie wie Schrauben. Man steckt das Auge durch das Amigurumi und fixiert das Auge dann mit einer Art „Schraubenmutter“. Ein Problem ist das Platzieren. In den meisten Anleitungen ist genau beschrieben, wo die Augen fixiert werden. Wenn also steht „Augen mit 9fm abstand in der 13. Runde anbringen“, zähle ich hinunter zur 13. Runde und suche mir dann eine Masche, die so liegt, das der Kopf von vorne schön aussieht. Dann zähle ich die Hälfte der Maschen in eine Richtung (da wären es 4), stecke das Auge hinein und zähle dann zu dem Ort, wo das 2. hin soll. Wenn ich zufrieden bin, fixiere ich sie. Das 2. Problem ist die Größe. Wenn in der Anleitung von 12mm Augen die Rede ist, sollten auch die verwendet werden. Wenn ich die Größe gerade nicht habe, warte ich entweder, oder ich schaue, ob meine Figuren generell eher größer oder kleiner als in der Anleitung werden. Ich häkle inzwischen eher fest, weshalb ich wahrscheinlich problemlos 10mm Augen verwenden könnte. Wenn ich aber mit dickerer oder dünnerer Wolle häkle, muss ich natürlich auch die Größe der Augen anpassen!
  • Annähen: Zuerst hat meine Mutter meine Amigurumi zusammengenäht. Irgendwie war ich damit aber nie wirklich zufrieden (Meine Mutter ist eine wirklich tolle Näherin, aber Häkeln ist eben nicht ihres). Beine waren schief, Die Farbwechsel vorne und eben solche Kleinigkeiten. Ich konnte es damals auch nicht besser, aber dann bin ich wenigsten auf mich angefressen und nicht auf wen anderen… Troubleshooting: Bei zweifarbigen Teilen darauf achten, dass der Farbwechsel so wenig wie Möglich zu sehen ist. Am besten zuerst den Kopf annähen, dann die Arme und Beine. Man kann Teile mit Stecknadeln fixieren, ich nähe die Teile aber eher nach Gefühl. Wenn das Tier von selbst sitzen soll, die Beine auf jeden Fall auf einer glatten Fläche annähen, immer wieder kontrollieren und zuerst nur 2-3 Stiche machen, das 2. Bein annähen und nochmal nachjustieren.

Das waren die Fehler die mir früher unterlaufen sind. Ich hoffe, ihr könnt davon lernen!

 

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